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gegenüber touristischen Gästen waren und die mir auch über Ihre Sorgen über zu viele Elefanten berichteten. Wichtig ist, es geht ja insgesamt um ein „In-Wert-Setzen“ des Wildtiermanagements. Es ist ein entscheidender Punkt: Wenn die Jagd als Einnahmequelle für lokale Gemeinden gerechtfertigt ist, dann sollte das Geld auch wirklich den Menschen zugutekommen, die täglich mit diesen Tieren zusammenleben. Es sollte die Familien unterstützen, die mit Konflikten zwischen Mensch und Tierwelt konfrontiert sind und die für den langfristigen Naturschutz unerlässlich sind.
Wir sind zuversichtlich und glauben daran, dass Botswana ein gutes Gleichgewicht zwischen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Wildtierschutz herzustellen weiß. Heute nicht zu agieren, wie es die Regierung dort tut, würde Wilderei und damit Tierquälerei hervorrufen.
Wir als Jagd- und Naturreiseveranstalter wollen unseren positiven Beitrag zu fairer und nachhaltiger Jagd weltweit leisten. Es ist im Zusammenhang der aktuellen Faktoren selbstverständlich das für Botswana zu tun und deshalb engagieren wir uns für dieses wundervolle Land. Sie lernen im Kapitel AFRIKA unseres Katalogs neben Botswana noch weitere wunderbare Reiseziele auf diesem fantastischen Kontinent kennen.
Nun darf ich auch noch etwas zum Wildtier 2026 sagen, dem Rotwild, dem Rothirsch – König unserer europäischen Wälder. Es bricht mir das Herz, wie wir in Europa, insb. in Deutschland und Österreich, mit unserem Rotwild umgehen. Es ist weit und breit bekannt, unser Rotwild leidet an vielen Orten Europas an Lebensraumverlust, Barrieren die seinen Lebensraum zerschneiden, an eingeschleppten Krankheiten wie TBC und Amerikanischer Riesenleberegel und wird dann auch noch als Feind des Waldes gnadenlos gegen klassische wildbiologisch bewiesene Bewirtschaftungskriterien verfolgt. Ein Beispiel ist die Mondjagdgenehmigung auf Rotwild, ein anderes Beispiel ist ein fast tatenloses Zusehen wie Leberegel Rotwild unter Schmerzen leiden lässt und ein noch qualvolleres zusehen, wie genetisch abgeschnittene Populationen durch Inzucht qualvolle Verkrüppelungen ertragen müssen. Was ist los mit uns? Wir machen uns evlt. mehr Sorgen um die Fähigkeiten einer afrikanischen Naturschutzbehörde und schauen nicht auf uns selbst. Richtig ist, Rotwild muss das Wildtier 2026 sein und die Bevölkerung muss aufgeweckt werden. Wir Jäger müssen uns hinter unser Rotwild stellen und sollten das auch bei den Jagden auf dieses Wild tun. Ich werde Ihnen im Rahmen unserer Angebote Reisen anbieten, die in Reviere gehen, die Rotwild achten und wildbiologisch richtig bewirtschaften, die ihr Wild lieben und gut zu ihm sind und wo Ihr Jagdbesuch dort mit dem Abschuss und den Einnahmen daraus beiträgt um das zu erhalten.
Genau darum ist der Wert der Jagd und auch der Wildtiere selbst wichtig. Deshalb ist professionelle Berufsjagd wichtig. Wildtiere können nicht nur die Buhmänner für menschliche Fehler und die Folgen der Klimaentwicklung sein. Es ist Aufgabe der Jagd/Berufsjagd einen Match zwischen den Themen zu führen und es ist Aufgabe der Grundbesitzer mit Respekt und Toleranz auch dies möglich zu machen.
Einige Auswirkungen hat dies bereits auf Bewegungsjagden. In 2025 gab es an vielen Orten Bewegungsjagden mit eher geringen Strecken, was auch positiv eine erfolgreiche Anpassung von Wildbestände an Habitatzustände sein kann. Was aber nicht akzeptabel sein kann ist, wenn vielerorts rücksichtslos die Abschussfreigaben entgleisen. Wenn auf Rehböcke im Dezember bei Bewegungsjagden gejagt wird, wenn Rehgeißen/Ricken, Bachen und Alttiere schonungslos freigegeben werden und die klassischen Winter-WILD-Jagden auf weibliches Wild nach tierschutzgerechten Kriterien (wie jung vor alt etc.) aufgelöst werden. Das ist in meinen Augen widerlich.
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